"Schaffung einer Fruchtwaldoase"

Projektbeginn:

Frühjahr 2008

Projektstandort:

Nähe Villiprott-Wachtberg (Region Bonn)


    

Konzept:

Im Einklang mit der Natur e.V. wird ein kleines Stück Land von 800 qm in einen kleinen Fruchtwald umwandeln, in dem wir in einem ersten Schritt das Land mit vielen verschiedenen fruchttragenden Bäumen und Hecken bepflanzen. Als Vorbild dient uns immer die Natur, d.h. unter den Bäumen werden (wie in jedem Wald vorhanden) Mulchdecken angelegt, die das Bodenleben wieder aktivieren und dazu beitragen, dass verhärtete und teilweise versiegelte Flächen wieder locker und durchlässig werden.

Unter den anfangs noch kleinen Bäumen werden bunte Blumen, Kräuter, kleinere Sträucher und alte vergessene Gemüsesorten gepflanzt. Hier soll ebenfalls eine Artenvielfalt entstehen. Essbare Hecken dienen als Windschutz und Unterschlupf für Tiere.

Die Pflege der "Fruchtwaldoase" wird von uns so verstanden, dass wir am Anfang für die Natur nur eine Art von Anschub schaffen, später soll sie dann selbst selektieren welche Bäume, Sträucher, Kräuter, Blumen usw. für den jeweiligen Standort geeignet sind. Als Vorbild dient uns die Permakultur. Wir wollen also dafür sorgen, dass auf der jeweiligen Fläche geeignete Pflanzen gedeihen und diese über die Jahre gesehen sich selbst vermehren und natürlich somit auch die passenden Tiere wieder angezogen werden.
         
Im Gegensatz zu vielen Projekten, die den Menschen komplett ausschließen, wollen wir integrieren.
Wir verstehen den Menschen als einen Teil des Ökosystems Erde. Durch die immer größer werdende Entfremdung der Menschen von der Natur ist eine Situation entstanden, in der der Mensch sich selbst ausgeschlossen hat. Wir wollen dazu beitragen diesen Prozess wieder rückgängig zu machen. Die Früchte der Bäume dienen somit nicht nur den Tieren wie Vögeln und Eichhörnchen sondern auch den Menschen. In den Fruchtwaldoasen soll sich die Natur einschließlich Mensch erholen können. Unsere abgedichteten, hermetisch versiegelten Häuser tragen zum großen Teil dazu bei, dass wir uns von der Natur immer weiter entfernt haben. Sogar nachts bleiben Fenster und Türen fest verschlossen, so dass eine Erholung nur teilweise stattfinden kann, da eine der wichtigsten Komponenten "die frische Luft" fehlt. In unserer Fruchtwaldoase wird es daher auch möglich sein, unter freiem Himmel zu übernachten und somit wieder direkt mit der Natur in Verbindung zu treten und den so wichtigen Kontakt zu unserer Erde wieder herzustellen.

In ersten Versuchen auf Kleinstflächen von 100 bis 200 qm konnten innerhalb von nur 2 Jahren Weinbergschnecken, Kröten und Laubfrösche beobachtet werden. Nachtkerzen zogen mit Ihren leuchtenden Blüten Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), auch als Kolibrifalter bekannt, an. Obwohl hier rings um gewöhnliche Ziergärten vorhanden waren, wirkte der "wilde Garten" wie ein Magnet für Tiere und natürlich auch für den Menschen.

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